In dankbarer Erinnerung an Peter Thielmann

 

Am 5. Mai 2018 hat uns Peter Thielmann für immer verlassen. Wir alle trauern um unseren Sportkameraden,

 

 


der die Tischtennis-Abteilung seit ihrer Gründung begleitet und geführt hat. 


 

Wie verabschiedet man sich angemessen von einem Menschen, dem Dankes- oder Lobesreden an seine Person nie auch nur im Geringsten wichtig waren?

 

 

Bei einer anstehenden Ehrung drückte er mir einmal einen Zettel mit seinen Vereinsdaten in die Hand mit den Worten: Wenn es sein muss, lies das vor. Aber sehr viel lieber als Worte, Blumen oder Ehrenauszeichnungen wäre es mir, wenn alle im Verein und in der Abteilung ein bisschen mithelfen. Darüber würde ich mich am allermeisten freuen.“

 


 

 

Und genau so hat er über 50 Jahre, seit seinem Eintritt in die Tischtennisabteilung am 1. Dezember 1964, die Abteilung maßgeblich geprägt.

Auch wenn er den Gründungstermin knapp verpasst hat und nie offiziell Abteilungsleiter war, hat er sich ohne Unterbrechung mit Herzblut um alle wichtigen Belange gekümmert.

 

 

Ob als Geschäftsführer, Jugendtrainer - bis in das hohe Alter von 80 Jahren! - Turnierorganisator oder einfach nur als Ansprechpartner für Jeden, stets hat er mit seiner Freundlichkeit, seinem Einsatz und seiner Uneigennützigkeit alten und neuen Mitgliedern ein schönes Vereinsleben ermöglicht.

 

 

Spaß am Tischtennis, Sportlichkeit, Teamgeist und Fairness standen immer im Vordergrund, erst dann kam der Leistungsgedanke. So hat jeder Jugendliche - unter seiner Anleitung und unabhängig von der Spielstärke – stets mit Freude seinen Sport erlernen und betreiben können.

Viele seiner Zöglinge, zu denen auch ich gehöre, sind heute selber als Trainer und Ehrenamtler im Verein aktiv.

 

Nebenbei unterstützte er den Hauptverein, wo er konnte. Ob es die Ansätze der Vereinschronik waren oder etwas Organisatorisches wie die Strukturierung der Altablage der Geschäftsstelle, für keine Aufgabe war er sich zu schade. Die Ernennung zum Ehrenmitglied war die verdiente Anerkennung hierfür.

 

Als er - kurz nachdem die Abteilung ihm zu seinem 80. Geburtstag gratulierte - aufgrund seiner Erkrankung von einem Tag auf den anderen das Training nicht mehr durchführen konnte, war seine größte Sorge, nicht mehr in die Halle kommen zu können. Umso mehr freute er sich, dass er bei unserer alljährlichen Jugend-Weihnachtsfeier im vergangenen Jahr noch einmal mitfeiern und alle seine Kinder und deren Eltern begrüßen konnte. Dies bedeutete ihm sehr viel.

 

Wie also verabschiedet man sich von einem Menschen, der genervt die Augen verdrehen würde, bei der Aufzählung seiner Verdienste für den Verein, die nur unvollständig ist?

 

Ich denke am besten mit dem Versprechen, „seine“ Abteilung in seinem Sinne weiterzuführen. Dies wird uns nicht schwerfallen, da viele von uns in den vielen Jahren alles, was es dazu braucht von ihm gelernt haben.

 

Und indem wir uns voller Dankbarkeit mit den Worten verabschieden, die seit über 50 Jahren zu unserem Gruß bei Meisterschaftsspielen gehören: mit einem herzlichen und dankbaren „Ping - PONG“.

 

 

 

Wir alle werden Dich vermissen, aber uns auch immer an die zahlreichen Erlebnisse mit Dir bei Training, Punktspiel oder Turnier erinnern.

 

 

Ralf Thielmann